Cover Heinrich Glareans "Dodekachordon"

Andrea Horz, herausgegeben von Birgit Lodes, Wien: Hollitzer Verlag, 2017 (Wiener Forum für ältere Musikgeschichte, Band 8) , 360 S., 16,5 x 24,5 cm, Deutsch, Hardcover

ISBN 978-3-99012-312-6 (hbk) € 88,00
ISBN 978-3-99012-314-0 (epub) € 79,99
ISBN 978-3-99012-313-3 (pdf) € 79,99

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Andrea Horz

Heinrich Glareans "Dodekachordon"

Zu den textuellen Bezügen des Musiktraktats

Zentraler Gegenstand von Heinrich Glareans Dodekachordon (1547) ist die Tonartenlehre. Andrea Horz zeigt die vielschichtigen Vernetzungen und intertextuellen Bezüge auf, die diesem Musiktraktat eingeschrieben sind. Durch die Verortung der Schrift innerhalb einer übergreifenden Wissenschaftsbewegung, speziell im Kontext des Humanismus erasmischer Prägung, eröffnet die Studie über unmittelbare musikhistorische Belange hinausgehende Forschungsperspektiven. Unter anderem erfährt Glareans Lehre eine Neubewertung innerhalb der zeitgenössischen kirchenpolitischen Auseinandersetzung.

Informationen zur Reihe Wiener Forum für ältere Musikgeschichte

INHALT

I. Praefatio - Ad lectorem

 

II. Glareani ΔΩΔΕΚΑΧΟΡΔΟΝ-
Memoria, Freundschaft und Glaubensfragen

1. Scholastische Bildung und humanistische Lebenshaltung

2. Glaubensfragen - Humanismus und Reformation

3. Autobiographische Momente in einem Musiktraktat: Resümé

 

III. Nomenclatura authorum - Im Umfeld enzyklopädischer Bildung

1. Intertextuelles Gewebe

2. Zwischen Philosophie und Grammatik - Vorbilder und Ideale

3. Polyhistoria - Panepistemon

4. Ars corrigendi - Aspekte philologischer Arbeit im 15. und 16. Jahrhundert

5. Chambre d'échos: Resümé

 

IV. Graeci et Latini - Antikes Erbe

1. Phonasci et Poetae

2. Natura et Ingenium

 

V. Latini ab D. annis - Mittelalterliches Erbe

1. Cantus ecclesiasticus I - Choralreform und Reformation

2. Cantus ecclesiasticus II - Glarean und der gregorianische Choral

 

VI. Latini A C. et infra annis - Rezeptionsstudien

1. Symphonetae - Oder: Von polyvalenen Sinnbezügen mehrstimmiger Exempla

2. Zwischen Katholizismus und Protestantismus: Ludwig Senfl

3. Lehrer eines berühmten Humanisten: Jacob Obrecht

4. Boethiusrezeptionen in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts

 

VII. Literaturverzeichnis

 

VIII. Register