TAGBAU
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DER VERLAG

Der HOLLITZER Verlag ist ein Wiener Verlagshaus, das sich auf wissenschaftliche Publikationen im Bereich Theater- und Musikwissenschaft sowie literarische Schätze spezialisiert hat.

 

Hervorgegangen aus der Redaktion Tagbau publiziert der HOLLITZER Verlag seit 2011 hochwertige wissenschaftliche Bücher (Monographien, Sammelbände, Reihen, Notenausgaben, Fachzeitschriften).

Ende 2014 wurde als zusätzliches Standbein eine Belletristik Edition gegründet, die sich auf literarisch ansprochsvolle Romane, Essays und Novellen sowie Theatertexte und Libretti von österreichischen und südost/osteuropäischen AutorInnen spezialisiert hat. Die meisten der Themen haben auch hier einen Bezug zur Musik.

 

2015 wurde der Mille Tre Verlag übernommen und dadurch der bereits vorhandene Schwerpunkt Musik stark ausgebaut: unter anderem werden seither die musikwissenschaftlichen Reihen Musikkontext, Erträge der Lehre sowie Anklaenge (der Universität für Musik und darstellenden Kunst Wien) durch HOLLITZER verlegt. Lieferbare Titel aus der übernommenen Mille Tre Backlist können über den Buchhandel bezogen werden.

 

Seit 2015 wird zudem die Österreichische Musikzeitschrift (ÖMZ) produziert. Diese bietet seit 1946 dem musikwissenschaftlichen Diskurs und der kritischen Begleitung des Musiklebens eine einzigartige Plattform. Die ÖMZ ist das repräsentative Publikationsorgan für die "klassische" und neue Musik, das Musik- und Musiktheaterleben in Österreich und im mittleren Donauraum.

 

2016 erfolgte mit der Übernahme von zehn Reihen des deutschen Schneider Verlag, Tutzing eine weitere erfolgreiche Expansion: die wissenschaftlichen Reihen Eisenstädter Haydn-Berichte, Mozart Studien, Richard Strauss Jahrbuch, Strauss-Elementar-Verzeichnis, Strauss-Allianz-Verzeichnis, Schriftenreihe zur Musik der Wienbibliothek, Publikationen des Instituts für Österreichische Musikdokumentation, Studien zur Musikwisssenschaft - Beihefte der Denkmäler der Tonkunst in Österreich, Wiener Forum für ältere Musikgeschichte und Wiener Veröffentlichungen zur Musikwissenschaft werden seither bei HOLLITZER verlegt.

Ebenfalls 2016 wurde begonnen herausragende Notenausgaben zu veröffentlichen: Die Johann Joseph Fux-Werke sind eine historisch-kritische Ausgabe, herausgegeben vom Institut für Kunst- und musikhistorische Forschungen an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, in der das umfangreiche, großteils unveröffentlichte Oeuvre des bedeutendsten österreichischen Barockkomponisten zuverlässig für Wissenschaft und Praxis ediert wird. Die 2016 neu gegründete und beim HOLLITZER Verlag veröfftentlichte Fux-Ausgabe ist derzeit eines der größten Editionsunternehmen im Bereich der Barockmusik.

 

Ab 2017 wird mit den 1893 durch Guido Adler gegründeten Denkmäler der Tonkunst in Österreich die "älteste heute noch bestehende Reihe im Sinne des Monumenta-Gedankens" produziert. Der HOLLITZER Verlag freut sich deren Ziel, "repräsentative Werke der Musikgeschichte Österreichs in wissenschaftlich einwandfreien Ausgenommen zu veröffentlichen", mit besten Kräften unterstützen zu können.

 

Die 1849 gegründete Firmengruppe HOLLITZER ist ein österreichisches Traditionsunternehmen mit Sitz in Wien.

 

Ausgehend von Steinbrüchen in der Gegend von Bad Deutsch-Altenburg war die Firmengruppe im gesamten Raum der Donaumonarchie tätig. Heute betreibt sie Betriebe und Werke in Bad Deutsch-Altenburg, Graz und Linz. Das Kerngeschäft dort bildet die Produktion von Baustoffen.


Kultur ist der Unternehmensgruppe seit jeher ein besonders Anliegen. Carl Hollitzer (18311917), Sohn des Firmengründers Anton Hollitzer (17971866) und Mitglied des 1884 in Wien gegründeten Vereins Carnuntinum, stellte für die archäologischen Grabungen ein Haus (ehemaliges Bastlerhaus) in Bad Deutsch-Altenburg zu Verfügung. In diesem wurden neben Schloss Petronell und Schloss Ludwigstorff die meisten Funde aus der Gegend untergebracht – seine Sammlung römischer Funde ist noch heute ein zentraler Bestand des 1904 von Kaiser Franz Joseph in Bad Deutsch-Altenburg eröffneten Museums Carnuntinum, eines der größten Römermuseen in Österreich.

 

Carl Leopold Hollitzer (18741942), Sänger, Kabarettist, Bühnen- und Kostümbildner, Karikaturist und Maler, legte die größte Waffen- und Uniformensammlung Europas an, die später vom Heeresgeschichtlichen Museum Wien erworben wurde. Viele seiner gezeichneten und gemalten Werke befinden sich in der Wiener Albertina sowie in bedeutenden privaten Sammlungen. Seine Tochter Lilly Hollitzer (18951964), verehelichte Dillenz, als Schauspielerin und Pilotin weit über die Grenzen Österreichs bekannt, flog 1927 als erste Frau über den Atlantik. Mit ihrem Mann, dem Künstler Richard Dillenz, gründete sie die „Filmproduktion Wien“, die in der legendären Wien-Film-Ära der 1950er Jahre Streifen wie Frühlingsstimmen (mit Paul Hörbiger) produzierte. 1959 gründete sie in der Bad Deutsch-Altenburger Familienvilla das Carl-Leopold-Hollitzer-Museum. H. E. Weidinger (* 1949) führt – nicht zuletzt als Gründer des Don Juan Archivs – diese Unternehmenstradition fort.


Standen anfänglich archäologische Forschungen im Gebiet der hauseigenen Steinbrüche im Schwerpunkt des wissenschaftlichen Gruppeninteresses, so verbreiterte sich dieses Spektrum bereits 1999 mit der Gründung der Redaktion Tagbau. Anlass war das Doppeljubiläum „150 Jahre Unternehmung Hollitzer“ und „150 Jahre freie Gemeinde Bad Deutsch-Altenburg“ sowie der Wunsch der Unternehmensgruppe, die für Europa/Österreich so wichtige Geschichte der Umgebung um die ungarische Pforte wissenschaftlich aufzuarbeiten und durch die Herausgabe fundierter Publikationen einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.
 
Der Hollitzer Verlag, sowie das Don Juan Archiv Wien und Stvdivm Fæsvlanvm, alle drei Abteilungen der HOLLITZER Graz GmbH, setzen mit der Produktion und Herausgabe von herausragenden wissenschaftlichen Publikationen und exklusiver literarischer Bücher sowie mit der Durchführung von Projekten auf nationaler und internationaler Ebene diese bereits seit mehr als 150 Jahren bestehende Unternehmenstradition fort.

Carl Leopold Hollitzer
Carl Leopold Hollitzer
Carl Leopold Hollitzer
Carl Leopold Hollitzer
Carl Leopold Hollitzer
© Hollitzer Wissenschaftsverlag