Cover Die Sieben Todsünden

Europäische Musikforschungsvereinigung Wien (Hg.): Die Sieben Todsünden. Österreichische Musikzeitschrift 5/2016, Wien: Hollitzer Verlag, 2016 (Österreichische Musikzeitschrift, Jahrgang 71, Heft 5), 112 S., 16,5 x 23,5 cm, Deutsch, Softcover

ISBN 978-3-99012-285-3 (pbk) € 11,90
ISBN 978-3-99012-287-7 (epub) € 10,99
ISBN 978-3-99012-286-0 (pdf) € 10,99

Download Cover
Europäische Musikforschungsvereinigung Wien

Die Sieben Todsünden

Österreichische Musikzeitschrift 5/2016

Kann Zorn heilig sein, ist Geiz wirklich geil und folgt auf jeden Hochmut tatsächlich immer auch der Fall? Jedenfalls scheinen die sieben Todsünden, Hochmut, Geiz, Wollust, Zorn, Völlerei, Neid und Trägheit, wie sie bereits im Frühmittelalter festgelegt wurden, im Laufe der Zeit ihren Schrecken verloren zu haben. Ihre Faszination ist dagegen bis heute ungebrochen. Hiervon zeugen neben zahlreichen bildnerischen Darstellungen auch etliche Musikwerke aller Zeitalter, darunter etwa das gleichnamige satirische Ballett mit Gesang von Bertolt Brecht und Kurt Weill (aus dem Jahr 1933). Doch auch innerhalb des Musikbetriebs hinterlassen Neid, Hochmut oder Trägheit so manche Spur.

Informationen zur Österreichischen Musikzeitschrift

INHALT

Die Sieben Todsünden

Armin Thurnher: Todsünde

Johannes Streicher: Vom Oratorium zum Ballett. Die Sieben Todsünden bei Goldschmidt, Weill, Malipiero und Veretti

Jörg Handstein: Vom erregten Stil zum Affektmord. Wie der Zorn Musikgeschichte schrieb

Christian Heindl: Es geht doch nichts über den Scarpia! Wenn Wollust Musik (er)leben lässt

Bertolt Brecht/Kurt Weill: Die Ballade von der sexuellen Hörigkeit

Johannes Prominczel: Von Kochbüchern und anderen Sau(f)ereien. Völlerei in aller Munde

Monika Woitas: Eine Schlemmerorgie in Zeiten der Wirtschaftskrise. Schlagobers (1924) von Richard Strauss

Vor dem Fall. Christian Gerhaher über den Hochmut im Gespräch mit Judith Kemp</>

Markéta Štědronská: »… und keine Götter auf Erden seien neben ihm.« August Wilhelm Ambros’ Kritik an der zeitgenössischen Glorifizierung Richard Wagners

Johannes Leopold Mayer: Lob der Faulheit. Joseph Haydns Abrechnung mit einer Todsünde

Magdalena Zorn: Erotik des Rückzugs. Zur Topik des Geizes in der Musik Anton Weberns

Daniel Brandenburg: »Ich bin die erste Sängerin«. Neid und Rivalität auf der Opernbühne

Hartmut Krones: »Dada ist der sittliche Ernst unserer Zeit«. Vor und seit 100 Jahren: Dada-Kampf gegen die Todsünden

 

Nachrufe

Frieder Reininghaus: Péter Esterházy

Marion Diederichs-Lafite: Gladys Nordenstrom Krenek

 

Fokus Wissenschaft

Reinhard Strohm: Musikleben des Spätmittelalters in der Region Österreich

 

Extra

Frieder Reininghaus: 40 Jahre Schubertiade in Vorarlberg

 

Berichte

Kultursommer

Lucerne Festival im Sommer (Katharina Thalmann)

Festival d’Aix-en-Provence und Glucks Alceste bei der Ruhrtriennale (Frieder Reininghaus)

Kolonovits El Juez in Wien (Christian Heindl)

Styriarte (Ulrike Aringer-Grau)

Kammermusikfest Lockenhaus (Marcus Stäbler)

Tiroler Festspiele Erl (Judith Kemp)

Carinthischer Sommer (Willi Rainer)

Von Einems Jesu Hochzeit beim Carinthischen Sommer (Frieder Reininghaus)

Innsbrucker Festwochen der Alten Musik (Jutta Höpfel)

Bregenzer Festspiele (Anna Mika)

Adès The Exterminating Angel bei den Salzburger Festspielen (Christoph Schmitz)

Musiktheatertage Wien (Juri Giannini)

Sommertheater (Judith Kemp und Johannes Prominczel)

Schreiers Hamlet in Wien (Jörn Florian Fuchs)

 

Rezensionen

 

Das andere Lexikon

Der Faulenzer (Wolfgang Fuhrmann)

 

News

Aus dem Sündenpfuhl

 

Zu guter Letzt

Der neue Absolutismus und andere lässliche Sünden (Frieder Reininghaus)

Vorschau