Vasiliki Papadopoulou und Stefan Schmidl (Hg.): Das Dreimäderlhaus und der populäre Schubert. Zur Entstehung und Verbreitung eines melodramatischen Komponistenbildes, Wien: Hollitzer Verlag, 2026, 276 S., 17 x 24 cm, Deutsch, Farbabbildungen, Hardcover
ISBN 978-3-99094-201-7 (hbk) € 40,00
ISBN 978-3-99094-202-4 (pdf) € 39,99
Erscheint im Juni 2026.
Das Dreimäderlhaus und der populäre Schubert
Zur Entstehung und Verbreitung eines melodramatischen Komponistenbildes
Der Roman Schwammerl von Rudolf Hans Bartsch und das darauf basierende Singspiel Das Dreimäderlhaus sind oft dafür kritisiert worden, ein allzu süßliches und verharmlosendes Bild des Komponisten Franz Schubert gezeichnet zu haben. Doch der sogenannte „Schubert-Kitsch“, der sich darin entfaltet, sagt weniger über den Komponisten selbst als vielmehr über die Sehnsüchte und Unsicherheiten des 20. Jahrhunderts aus. Dieser Sammelband beleuchtet aus unterschiedlichen Perspektiven, wie es gelang, Schubert zu einer populären Identifikationsfigur zu stilisieren – und wie dieses idealisierte Bild durch Bühne und Film weitergetragen wurde.
Mit Beiträgen u. a. von Kevin Clarke | Albert Gier | Clara Huber | Vasiliki Papadopoulou | Stefan Schmidl | Werner Telesko | Claus Tieber | Magdalena Weber | Florian Widegger | Filmografie von Armin Loacker.
INHALT
Vasiliki Papadopoulou, Stefan Schmidl
Vorwort
Henrike Rost
Drei Frauen und ein Pilz: Rudolf Hans Bartschs Schwammerl.
Wie ein Roman das Schubert-Bild prägte
Albert Gier
Das Dreimäderlhaus – „Singspiel“ von Alfred Maria Willner
und Heinz Reichert
Till Gerrit Waidelich
„die ungemein sorgfältig inszenierte Vorstellung“ –
das Regiebuch der Uraufführung
Claus Tieber
Österreichischer Musiker und deutsches Genie: Politische Bedeutungen
des Schubert-Bilds im deutschen und österreichischen Film der 1930er-Jahre
Vasiliki Papadopoulou
Zwischen Nostalgie, Eskapismus und Kulturpolitik: Rezeption des Dreimäderlhauses
im Athen der Zwischen- und Nachkriegszeit
Werner Telesko
Kulisse und Zitat – zur Relevanz von Landschaft und Schubert-Ikonografie
in Ernst Marischkas Film Das Dreimäderlhaus (1958)
Clara Huber
Mehr als ein Biedermeier-Bilderbuch: Produktionsnotizen zu
Ernst Marischkas Film Das Dreimäderlhaus
Magdalena Weber
„Ein Ständchen? Das hat der Schubert schon geschrieben […]“:
Musik zum Film Das Dreimäderlhaus im Nachlass von Anton Profes
Jan Giffhorn
Die stornierte Heldenreise – Künstler, andere und die Ordnung der Dinge im Film Das Dreimäderlhaus
Kevin Clarke
„In bester Gesellschaft“: Das Dreimäderlhaus und Schubert als Figur in der Operette bzw. im Operettenfilm queer betrachtet
Armin Loacker
Franz Schubert im Film. Eine Filmografie




