Franka Luise Mayr: Multiprofessioneller Musikunterricht. Gestaltungsprinzipien, Bildungsmöglichkeiten und Antezedenzen im Grundschulkontext, Wien: Hollitzer Verlag, 2026 (Forum Musikpädagogik Band 166, Augsburger Schriften), 396 Seiten, 17 x 24 cm, Deutsch, Softcover
ISBN 978-3-99094-626-8 (pbk) € 50,00
ISBN 978-3-99094-627-5 (pdf) € 49,99
Multiprofessioneller Musikunterricht
Gestaltungsprinzipien, Bildungsmöglichkeiten und Antezedenzen im Grundschulkontext
Multiprofessioneller Musikunterricht entsteht, wenn Lehrpersonen und Musikvermittler:innen ihre professionellen Zugänge verschränken, um Kindern musikalisch-ästhetische Erfahrungsräume – insbesondere im Umgang mit Instrumenten – zu eröffnen. Ausgehend von dieser kindzentrierten Perspektive untersucht die Kulturkomplizen (KULKOM)-Studie Musikunterricht im Grundschulkontext als gemeinschaftlich verantwortete Handlungspraxis und entwickelt ihn im Rahmen eines Design-Based-Research-Prozesses weiter. Das Buch entfaltet die Ergebnisse auf drei Ebenen: Es beschreibt die Bildungsmöglichkeiten von Kindern im Zusammenspiel von rezeptivem, explorativem und gestalterischem Tun, identifiziert Gestaltungsprinzipien (Sozialität, Variabilität und Teilhabe) und modelliert strukturelle, personelle sowie kommunikative Voraussetzungen multiprofessioneller Praxis. So entsteht ein theoretisch fundierter und empirisch gestützter Orientierungsrahmen für Musikunterricht als vielgestalteter Möglichkeitsraum.
Informationen zur Reihe Forum Musikpädagogik
INHALT
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Entstehungskontext der Studie
1.3 Ausblick auf die Struktur des Buches
Teil I: Hintergrund und theoretischer Rahmen
2 Die Forschungslandschaft zu Multiprofessionalität in der Musikalisch-Kulturellen Bildung
2.1 Einführung in das Themenfeld
2.1.1 Kulturelle Bildung
2.1.2 Musikalisch-Kulturelle Bildung
2.2 Theoretische Perspektiven auf Musikalisch-Kulturelle Bildung im Primarbereich
2.2.1 Begriffsbestimmungen
2.2.2 Grundschulmusikunterricht als Theorie- und Praxisfeld Musikalisch-Kultureller Bildung
2.2.3 Schulen als Orte Kultureller Bildung
2.2.4 Qualitäten in der Musikalisch-Kulturellen Bildung
2.3 Musikerleben von Kindern als multidimensionales Phänomen
2.3.1 Vier Orientierungsdimensionen des Möglichkeitsraums Musik nach Schmid (2014)
2.3.2 Perspektiven auf Musikunterricht im Primarbereich
2.3.3 Perspektiven der Musikvermittlung
2.3.4 Zum Verhältnis von Musikvermittlung, musikalischer Praxis und Musikunterricht
2.4 Multiprofessionelle Zusammenarbeit
2.4.1 (Multi-)Professionalität in der Musikalisch-Kulturellen Bildung
2.4.2 Inter- und transprofessionelle Formen multiprofessioneller Zusammenarbeit
2.4.3 Disziplinäre Differenzen und mehrdimensionale Qualitäten
3 Erkenntnis- und Entwicklungsinteresse
3.1 Forschungsbedarf
3.2 Entwicklungsbedarf
3.3 Forschungsfragen
Teil II: Qualitative Untersuchung
4 Forschungsdesign
4.1 Forschungstheoretische Vorzeichen
4.2 Design-Based Research
4.2.1 Terminologische Klärungen
4.2.2 Fünf Kernmerkmale
4.2.3 Drei Forschungsphasen nach McKenney & Reeves (2019)
4.2.4 Conjecture Maps nach Sandoval (2014)
4.3 Wissenschaftstheoretische Problemstellungen
4.3.1 Normativität entwicklungsorientierter Bildungsforschung
4.3.2 Wissenschaftlichkeit von Forschung in der Praxis, für die Praxis, durch die Praxis
5 Rahmen der Untersuchung: Die KULKOM-Studie
5.1 Übersicht über die Studie
5.2 Dualität der Studienperspektiven
5.2.1 Die KULKOM-Studie aus praxisorientierter Perspektive
5.2.2 Die KULKOM-Studie aus forschungsorientierter Perspektive
5.3 Rollenvielfalt und Co-Design
5.4 Zieldimensionen
5.4.1 Fachdidaktischer Fokus: Multiprofessionelle Unterrichtsgestaltung zur Erschließung
instrumentaler Erfahrungsräume
5.4.2 Erkenntnisorientierter Fokus: Lokale Theoriebildung zu multiprofessionellem Musikunterricht
6 Empirisches Vorgehen
6.1 Ethische Überlegungen im Kontext von Design-Based Research
6.1.1 Forschung für Kinder
6.1.2 Datenschutz und Elternkommunikation
6.1.3 Involviertheit der forschenden Person
6.2 Skizzierung des Forschungsfelds
6.2.1 Kriterien der Fallauswahl
6.2.2 Rahmenbedingungen und -richtlinien für Musikunterricht an deutschsprachigen Schulen in der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol
6.3 Ablaufmodell der KULKOM-Studie
6.4 Phasen und Strategien der Datenerhebung
6.4.1 Analyse und Exploration: Unterrichtsbeobachtungen und Prä-Befragungen
6.4.2 Entwurf und Entwicklung: Prozess- und Produktdokumentation
6.4.3 Evaluation und Reflexion: Post-Befragungen
7 Ergebnisse
7.1 Studienprofil
7.2 Darstellung der Daten
7.2.1 Triangulation der empirischen Daten
7.2.2 Datenmanagement und -analyse
7.2.3 Finales Datenset
7.3 Datenauswertung
7.3.1 Inhaltlich strukturierende qualitative Inhaltsanalyse nach Kuckartz (2018)
7.3.2 Anwendungsbeispiel: Kombination der Ansätze von Kuckartz (2018) und Mayring (2015) in der ‚Teilstudie I‘
7.4 Ergebnisteil A: Fachdidaktische Entwicklung
7.4.1 Iteration I: Von der Lehr-Lern-Ausgangslage zu Gestaltungsanforderungen
7.4.2 Iteration II: Von Gestaltungsanforderungen zum Prototyp
7.4.3 Iteration III: Vom Prototyp zum empirisch informierten Unterrichtsdesign
7.4.4 Iteration IV: Vom empirisch informierten Unterrichtsdesign zum Referenzdesign
7.4.5 Referenzdesign
7.5 Ergebnisteil B: Kontextspezifische Theoriebildung
7.5.1 Theoriemodell I: Bildungsmöglichkeiten multiprofessionellen Musikunterrichts
7.5.2 Theoriemodell II: Antezedenzen multiprofessionellen Musikunterrichts
7.6 Ergebnisteil C: Übergeordnete Design-Prinzipien
7.6.1 Gestaltungsprinzip der Sozialität
7.6.2 Gestaltungsprinzip der Variabilität
7.6.3 Gestaltungsprinzip der Teilgabe
Teil III: Fazit
8 Zusammenfassung und Diskussion
8.1 Zusammenführung der Ergebnisse
8.1.1 Theoretische und empirische Perspektiven auf multiprofessionellen Musikunterricht
8.1.2 Bildungsmöglichkeiten multiprofessionellen Musikunterrichts
8.1.3 Antezedenzen multiprofessionellen Musikunterrichts
8.1.4 Gestaltungsprinzipien für multiprofessionellen Musikunterricht
8.2 Diskursive Anschlussstellen
8.2.1 Transformation, Bildung und Unwägbarkeit
8.2.2 Professionalisierung und Verstetigung
8.3 Methodenkritik
8.3.1 Anwendung von Gütekriterien qualitativer Forschung
8.3.2 Möglichkeiten und Grenzen des qualitativ-inhaltsanalytischen Verfahrens
8.3.3 Möglichkeiten und Grenzen des entwicklungsorientierten Vorgehens
8.4 Limitationen und Anschlussfragen
9 Schlussbetrachung
9.1 Resümee
9.2 Ausblick
9.3 Schlussgedanken
10 Dokumente und Verzeichnisse
10.1 Verzeichnisse
10.1.1 Abbildungsverzeichnis
10.1.2 Abkürzungsverzeichnis
10.1.3 Tabellenverzeichnis
10.1.4 Literaturverzeichnis
10.2 Begleitdokumente zur inhaltsanalytischen Auswertung
10.2.1 Hinweise zur Maskierung der Namen
10.2.2 Interviewleitfaden zur Prä-Befragung der Schüler:innen
10.2.3 Auszug aus den Fragebögen an die Vermittler:innen
10.2.4 Beispiel eines teilformalisierten Beobachtungsprotokolls zur teilnehmenden Unterrichtsbeobachtung
10.2.5 Übersicht über die inhaltsanalytischen Auswertungssequenzen der ‚Teilstudien I–IV‘
10.2.6 Auszug aus dem Kategorienhandbuch der ‚Teilstudie I‘
10.2.7 Summary Grid der ‚Teilstudie I‘
10.3. Forschungs- und Entwicklungsprodukte
10.3.1 Tabellarische Übersicht über die Forschungs- und Entwicklungsergebnisse
10.3.2 Kompetenzprofile
10.3.3 Unterrichtsmaterialien
Dank




