Holger Kern: Musikunterricht aus Menschenkunde. Gedanken zur Musikpädagogik in der Waldorfschule – ein »Nicht-Lehrbuch«, 2 Bände, Augsburg: Wißner Musikbuch Verlag, 2024, 476 Seiten, 17 x 24 cm, Deutsch, Abbildungen, Softcover
ISBN 978-3-99094-553-7 (pbk) € 49,80
Musikunterricht aus Menschenkunde
Gedanken zur Musikpädagogik in der Waldorfschule – ein »Nicht-Lehrbuch«
Jeglicher Unterricht in der Waldorfpädagogik, einschließlich des Musikunterrichts, muss ständig neu belebt und entwickelt werden. Er erfordert eine lernende, sich weiter entwickelnde Lehrkraft, die kontinuierlich aus den Wurzeln der Pädagogik neu schöpft. Diese Schrift soll zu eigenen Gedanken anregen, die sich an die Grundlagen der Waldorfpädagogik anschließen. Sie richtet sich an angehende sowie an bereits tätige Musiklehrende, die ihren Unterricht vertiefen und zudem eigene, neue Wege finden möchten.
Der erste Band schließt die Musikpädagogik an die anthroposophisch menschenkundlichen Grundlagen an. Dazu wird komprimiert der Gedankengang des ursprünglichen Steinerschen Lehrerkurses dargestellt und jeweils angefügt, was sich daraus konkret für den Musikunterricht ableiten lässt.
Der zweite Band entfaltet die Musikpädagogik in themen- und klassenstufenbezogenen Ausführungen, unterstützt durch viele Erläuterungen und Beispiele. Regelmäßige Verweise auf den ersten Band stellen Methodik und Didaktik jeweils in den Begründungszusammenhang der anthroposophischen Menschenkunde.
INHALT
Band I
Menschenkundliche Grundlagen und
musikpädagogische Anschlussgedanken
Einleitung
Zur Intention dieses Buches
Zu den Zielgruppen
Dank
Ein »Nicht-Lehrbuch« der Musikpädagogik?
Aufbau des Buches und möglicher Umgang damit
Grundlagendarstellung und der Schritt zum Musikpädagogischen
Die Wiedergabe des Lehrerkurses: GA 293, 294 und 295
Allgemeine Menschenkunde
Zum Einstieg: Ursprung und Fundament der Waldorfpädagogik
Grundlagen zum ersten Lehrerkurs für Waldorflehrer
Die Dreigliedrigkeit des Menschenwesens
Die Viergliedrigkeit des Menschenwesens
Entwicklungsperioden – Lebensjahrsiebte
Differenzierung der Lebensjahrsiebte
Rubikon
Der Lehrerkurs und musikpädagogische Folgegedanken
Erster Tag
Zweiter Tag
Dritter Tag
Vierter Tag
Fünfter Tag
Sechster Tag
Siebter Tag
Achter Tag
Neunter Tag
Zehnter Tag
Elfter Tag
Zwölfter Tag
Dreizehnter Tag
Vierzehnter Tag
Fünfzehnter Tag – Die drei Lehrplanvorträge
Band II
Systematische Darstellungen und Umsetzung
Anstelle eines Vorworts zum zweiten Teil
Ein Lehrerkurs von 1919 als Grundlage heutigen Musikunterrichts?
Struktur der Ausführungen und möglicher Leseweg in dem Buch
Einige Ausgangs-, Ziel- und Leitgedanken als Grundierung
Singen- und Hören-Lernen als zentrale Aufgabe
Tätigkeiten, Wahrnehmungen und Prinzip
Inneres Hören und Singen
Innerer Wille, Bewusstseins-Bildung und Vorstellungsleben im Hören und Singen
Musikalisches Raumerleben und Raumbewusstsein
Musikalisches Zeiterleben und Zeitbewusstsein
»Singen« auf dem Instrument
Singen in der Schule
Zur Auswahl der Lieder und Gesangsliteratur
Künstlerische Qualität bei der Auswahl
Grundlegende musikalisch-künstlerische Kriterien
Mehrstimmigkeit und Chor
Liedeinführung
Vertiefung durch Üben
Conclusio: Singen- und Hören-Lernen –
Übung zum Mensch-Sein
Von den musikalischen Konventionen und der
Allgemeinen Musiklehre zum reflektierten
Musik-Verständnis
Exkurs: Ab wann wird Notenschrift in der Schule sinnvoll,
wann wurde sie in der Musikgeschichte notwendig?
Erlernen musikalischer Konventionen
Übungsweg zur Tonhöhen-Notation
Exkurs: Einfache Handzeichen beim Singen
Übungsweg zur Tondauer-Notation
Exkurs: Lesen von Noten ist anders als Text-Lesen!
Exkurs: Geistige Kräfte und Vitalitäts-Kräfte in der Musik
Exkurs: Mehrstimmigkeit – Ich und die Anderen
Erkenntnisse allgemeiner Menschennatur – lebendige Begriffe anlegen
Übungsweg der Allgemeinen Musiklehre im Tonraum
Exkurs: Dur versus Moll
Exkurs: Harmonie-Bildung
Exkurs: Gitarrenspiel
Exkurs: Musikalische Form und Gestaltungs-Versuche
Übungsweg im Bereich des Rhythmischen
Exkurs: Wesen der 2 und der 3
Hören; »Gehörbildung« in der Schule?
Musikpädagogik des zweiten Lebensjahrsiebts – didaktischer Überblick
Drittelung des Lebensjahrsiebts und Intervall-Stimmungen
Allgemeinpädagogische Grundgedanken für das zweite Lebensjahrsiebt
Erstes Drittel (1.–3. Klasse): Quintenstimmige Zeit
Zweites Drittel (3.– 6. Klasse): Zeit der Terzenstimmung
Drittes Drittel (Ende 6.– 8. Klasse): Vorbereiten der Oktavstimmung
Musikpädagogik der Oberstufe: reflektiertes Musik-Verständnis entwickeln
Zum dritten Lebensjahrsiebt
Zu der Rolle der Musik im Jugendalter
Entwicklung des musikalischen Urteils
Goetheanistisch-phänomenologische Musikbetrachtung
9. Klasse
10. Klasse
11. Klasse
12. Klasse
13. Klasse
Handlungs- und Kompetenzorientierung – eine Art Fazit
Jahresplanung
Stundenplanung – atmende Unterrichtsgestaltung
Rückblick auf die Stunde – Unterrichtsvorbereitung
Gewohnheiten und äußere Formen
Grundlinien zur Unterrichtsgestaltung
Methodische Hinweise
Üben – musikalisch Handeln- und musikalisch Denken-Lernen
Üben – für das Denken und Verstehen
Üben – menschenbildende Kraft
Bildhaft
Auftakt und Ende – Einstieg und Ergebnissicherung
Was mache ich, wenn die Schüler ...
Weitere Themen und Hinweise zur Praxis des Musikunterrichts
Pentatonik und einfache Handzeichen für die Choroi-Flöte
Musizieren und Temperament
Instrumente – von Anbeginn
Flöten
Kinderharfe
Individuelle Instrumente und instrumentales Zusammenspiel
Apollinisch-dionysisch
Medien
Über-Sinnlich – Wahrnehmung nicht-physischer Kräfte
Abschlussgedanken
Fehlende Themen
Anhang
Verzeichnis der erwähnten Literatur
Abbildungsverzeichnis
Index / Register
Abkürzungsverzeichnis




