Cover Georgij Ėfron: Tagebücher

Band I (1940–1941)
Georgij Ėfron, aus dem Russischen und Französischen übersetzt von Gertraud Marinelli-König: Tagebücher. Band I (1940–1941), Wien: Hollitzer Verlag, 2022, 764 S., 13,8 x 21,7 cm, Deutsch, Hardcover
ISBN 978-3-99012-938-8 (hbk) € 55,00
Open Access

Band II (1941–1943)
Georgij Ėfron, aus dem Russischen und Französischen übersetzt von Gertraud Marinelli-König: Tagebücher. Band II (1941–1943), Wien: Hollitzer Verlag, 2022, 600 S., 13,8 x 21,7 cm, Deutsch, Hardcover
ISBN 978-3-99012-940-1 (hbk) € 44,00
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Georgij Ėfron , Gertraud Marinelli-König

Georgij Ėfron: Tagebücher

Band I (1940–1941), Band II (1941–1943)

Die Tagebücher von Georgij Ėfron sind die Aufzeichnungen des hochbegabten Sohnes der Dichterin Marina Zwetajewa, deren Werk zum Größten der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts zählt. Georgij, genannt Murr, wuchs in Frankreich auf, wohin seineEltern ins Exil gegangen waren. Vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs kehrte er mit seiner Mutter in die Sowjetunion zurück, die beiden folgten damit dem Vater und der älteren
Schwester. Letztere wurde verhaftet und verbannt, der Vater zum Tode verurteilt – das stalinistische Regime verdächtigte alle aus dem Ausland Zurückkehrenden wie überhaupt die gesamte vorrevolutionäre Intelligenz.
Der 16-jährige Murr und seine Mutter wurden nach dem Angriff von Hitler-Deutschland auf die Sowjetunion aus Moskau in das tatarische Jelabuga evakuiert. Aus Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung, ohne Arbeit und Perspektive, erhängte sich Marina Zwetajewa wenige Wochen vor ihrem 49. Geburtstag, ihr Sohn blieb allein zurück.

Die Tagebücher, entstanden zwischen April 1940 und August 1943, wurden erst im Jahre 2004 in Russland veröffentlicht, das Echo auf die Publikation war groß. Sie sind nicht nur von erstaunlicher literarischer Qualität, sondern auch ein singuläres historisches Zeugnis. Niemand sonst wagte es zur damaligen Zeit in der Sowjetunion, so frei und unbekümmert seine Gedanken und Einschätzungen zu den gesellschaftlichen Gegebenheiten niederzuschreiben.

Bei der deutschsprachigen Übersetzung von Gertraud Marinelli-König handelt es sich um eine wissenschaftliche Edition.

Open Access-Version auf JSTOR (coming soon)
 

Ö1, Ex libris (13.11.2022)

CONTENTS

Band I: 1940–1941

Einleitung von Gertraud Marinelli-König

Vorwort von Elena B. Korkina und Veronika K. Losskaja

Verzeichnis der Hauptpersonen

Die Tagebücher

Tagebuch Nr. 2 – 4. bis 29. März 1940

Tagebuch Nr. 3 – 29. März bis 29. April 1940

Tagebuch Nr. 4 – 2. bis 18. Mai 1940

Tagebuch Nr. 5 – 20. Mai bis 8. Juni 1940

Fragmente zum Tagebuch – 7. und 8. Juni 1940

Tagebuch Nr. 6 – 15. Juni 1940

Tagebuch Nr. 7 – 16. Juni bis 5. August 1940

Tagebuch Nr. 8 – 8. August bis 26. September 1940

Tagebuch Nr. 9 – 29. September 1940 bis 20. Juli 1941

Tagebuch Nr. 10 – 20. Juli bis 30. August 1941

Anmerkungen

Literaturverzeichnis/Anmerkungsapparat

 

Band II: 1941–1943

Verzeichnis und Zuordnung der Initialen der Vor- und
Vatersnamen zu Personen in den Tagebüchern, Band II

Die Tagebücher

Tagebuch Nr. 10 (Fortsetzung) – 31. August bis 18. November 1941

Taškenter Skizzen – 28. August bis 2. September 1942

Tagebuch Nr. 13 – 3. Jänner bis 18. Februar 1943

Tagebuch Nr. 14 – 20. Februar bis 9. April 1943

Tagebuch Nr. 15 – 16. April bis 11. Mai 1943

Tagebuch Nr. 16 – 16. Mai bis 16. Juni 1943

Tagebuch Nr. 17 – 18. Juni bis 25. August 1943

Nachworte

Veronika Losskaja/Elena Korkina:
Selbstporträt vor dem Hintergrund der Einsamkeit

Tat'jana Gorjaeva: Das Recht auf Auferstehung

Anmerkungen

Literaturverzeichnis/Anmerkungsapparat

Abkürzungsverzeichnis

Register
    Namensregister
    Werkregister
    Ortsregister